LEOPOLDO LIPSTEIN UND SÖHNE

Die Interpretationskunst des argentinischen Pianisten Leopoldo Lipstein gehört zu den bemerkenswerten des gegenwärtigen Konzertlebens. Behutsam und unmerklich treten Selbstverständlichkeiten wie perfekte Technik und Stilgefühl, Professionalität und musikalische Intelligenz in den Dienst einer sensiblen und liebevollen Poesie.
Schon früh bereiste er als Wunderkind ganz Südamerika. Mit 17 Jahren gewann er den ersten Preis des Nationalen Argentinischen Klavierwettbewerbs. Seine wichtigsten Lehrer waren Marcelo Tomassini, Aldo Antognazzi, Karin Merle und Pavel Gililov.
Lipstein gibt Solo-Konzerte auf der ganzen Welt, u. a. in Deutschland, USA, Japan und Südamerika. Er ist Klavierdozent an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf.
Als Solist hat er sieben CDs veröffentlicht, die alle besondere thematische Schwerpunkte setzen (Chopin, spanische Komponisten, Shakespeare und weitere). Außerdem hat er drei CDs mit Kammermusik eingespielt.
Er hat Aufnahmen u. a. für den Bayrischen Rundfunk und den SWR gemacht, sowie bei Radio Buenos Aires Beethovens drittes Klavierkonzert aufgenommen

(Bild: http://www.lipstein.de/images/Leopoldo_1.jpg, Melissa Rachel Kavanagh  und Gisbert Körner | http://www.lipstein.de)

PLETTENBERG.
Zu einem außergewöhnlichen musikalischen Abend lud am Sonntag das Bachforum Plettenberg ein. Zu Gast war diesmal ein Vater-Sohn-Gespann, das mit seiner einfühlsamen und eindrucksvollen Musik die Zuhörer im Ratssaal begeisterte.
Leopoldo und Rafael Lipstein sind beide Pianisten, Vater und Sohn. Vater Leopoldo bereiste als Wunderkind mit 17 Jahren bereits ganz Südamerika und seine Kunst zählt heute zu den bemerkenswertesten des gegenwärtigen Konzertlebens. Seinem Sohn Rafael wurde die Musik so quasi in die Wiege gelegt. Lernte er zunächst Violine, legte er sich mit elf Jahren auf das Klavier fest. Er gilt heute als Ausnahmetalent und Nachwuchspianist mit großartiger Virtuosität und bemerkenswerter Ausstrahlung. Am Sonntagabend gaben die beiden Pianisten etwas Außergewöhnliches zu Gehör. Wagners „Tannhäuser“ und Verdis „Rigoletto“ gehören ja eigentlich in große Opernhäuser. Doch die beiden großartigen Opern können auch im kleinen Plettenberger Ratssaal erklingen, nämlich in einer Konzertparaphrase von Franz Liszt.

Ein unvergesslicher musikalischer Abend
Doch zunächst wurde das Konzert mit einem besonderen Ereignis eröffnet. Vater und Sohn saßen gemeinsam am Klavier und spielten vierhändig Mozarts Sonate in D-Dur.
Rafael Lipstein, der am Sonntag zum ersten Mal in Plettenberg gastierte schloss daran Maurice Ravels „Miroirs“ an. Im zweiten Teil des Abends erklang die Paraphrase von Wagners „Tannhäuser“. Mit träumerischen Klängen der „Petite Suite“ von Claude Debussy entließ das Pianistenduo die Gäste in den Abend. Mit langanhaltendem Applaus bedankten sich diese für einen unvergesslichen musikalischen Abend. (nm)
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ST Muckhoff

 

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